| absatzwirtschaft
12/2000 |
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Zukunftstendenzen beim Präsentieren Die Präsentationskultur innovativ und kundenorientiert weiterentwickeln Die Digitaltechnik hat die Präsentationskultur in den Unternehmen grundlegend verändert. Multimediale Präsentationen über Notebook und Dataprojektor gewinnen zunehmend an Bedeutung. Dieser Trend wird sich in Zukunft verstärken, weil neue Medien helfen, Qualität und Wirkungsgrad von Präsentationen spürbar zu verbessern. So ist es möglich, Textcharts mit Fotos zu kombinieren, Schaubilder schrittweise aufzubauen, Video-Clips einzubinden, Produkte und Abläufe virtuell darzustellen, in andere Programme oder ins Internet zu verzweigen oder entfernte Personen über Video-Konferenz zusätzlich teilnehmen zu lassen. Während früher Overheadpojektor, Videorecorder, Flip-Chart und die übrigen klassischen Medien eher additiv nebeneinander standen, werden die verschiedenen Medien heute auf einer einzigen Plattform, dem Computer integriert. Dieses integrierende Basismedium ist im Zusammenwirken mit der globalen Vernetzung das eigentlich Neue und markiert einen "Quantensprung" beim Präsentieren. Bei der Weiterentwicklung der Präsentationstechnik kommt es darauf an, erfolgversprechende Zukunftstrends früh zu erkennen und die strategisch richtigen Konsequenzen zu ziehen: für die eigene Person, aber auch für die Präsentationskultur des Teams und des Unternehmens insgesamt. Trendreports sowie Tendenzen in Grossunternehmen und Forschungseinrichtungen
deuten daraufhin, dass die Präsentationskultur in Zukunft insbesondere
durch
Das Fraunhofer Institut geht davon aus, dass die Darstellung komplexer
virtueller Realität (VR) in Zukunft zunehmend möglich und für
breite Anwendungen wirtschaftlich sein wird. Auch für Präsentationen
am Notebook. Diese multimediale Option bietet die Chance, Produkte, Abläufe
und Situationen virtuell in Präsentationen einzubinden oder durch
3-dimensionale Darstellungen im Präsentationsraum erlebbar zu machen.
Interessante Anwendungsfelder zeichnen sich in der Architektur, in der
Konstruktion sowie in den Bereichen Produktdesign, Marketing und Projekt-Management
ab (Informationen zur VR zum Beispiel unter www.iao.fhg.de). In naher Zukunft werden bei den meisten Kundenpräsentationen Peripheriegeräte
wie digitale Whiteboards, multimediale Boards (Digiboards) oder das klassische
Flip-Chart ausreichen, um Angebote und Ideen im Dialog mit dem Kunden
weiterzuentwickeln oder Handskizzen "live" zu erstellen (Spezielle
Informationen unter: www.softboard.com; www.groupvision.de; www.liesegang.de).
Anbieter und spezielle Informationen unter: Umfassende Nutzung der Servertechnologie - modular aufgebaute, mehrsprachige Firmenpräsentationen auf Bei der Deutschen Telekom wird die Unternehmenspräsentation zusammen mit den übrigen Informationen rollierend aktualisiert. Die Mitarbeiter können die Funktion des Intranet-Update nutzen, um die Charts auf den neuesten Stand zu bringen. Dabei überprüft das Programm, inwieweit sich neue Charts zum Download auf dem Server befinden. Ist das der Fall, werden die Charts automatisch heruntergeladen und in einem Zielverzeichnis auf der Festplatte abgelegt. Die Benutzerführung ist selbsterklärend und vollautomatisch. Bei zentral erarbeiteten Präsentationsmaterialien kommt es darauf an, die Wünsche und Bedürfnisse der präsentierenden Mitarbeiter stärker zu berücksichtigen. Insbesondere in Großunternehmen werden die Betroffenen oft gar nicht oder unzureichend an der Erarbeitung der Firmenportraits beteiligt, was nicht selten zu einer geringen Akzeptanz der angebotenen Hilfsmittel führt. Außerdem sind die Kriterien für die Gestaltung professioneller Charts bei zentral erstellten Firmen- und Produktpräsentationen noch konsequenter zu beachten. Nicht selten fehlt es auf der ersten Führungsebene an dem notwendigen Problembewusstsein für die Gestaltung "hirngerechter" und motivierender Schaubilder. Online-Präsentation Auch bei der Steuerung der Medien während der Präsentation zeichnen sich neue Wege ab: Multimediale Darstellungen werden sich auf Zuruf, per Fingerzeig auf die Präsentationsfläche oder per Gestik steuern lassen. Einfache Gesten an der Wand erlauben es, projizierte Elemente zu verschieben, zu verändern oder zu löschen. Durch diese und andere Funktionen kann der Vortagende die eigentliche Präsentation mit einem Minimum an Energie durchführen, was ihm mehr Sicherheit gibt und ihm mehr Spielraum für den Kundendialog lässt. Professioneller Softwareeinsatz Es sind vor allem diese Argumente, die aus unternehmerischer Sicht für PowerPoint sprechen: Der breite Funktionsumfang: Das gesamte Spektrum multimedialer Darstellungen wird unterstützt; die Verzweigung ins Internet/Intranet ist möglich; imageförderliche Präsentationen sind auch unter Zeitdruck zu erstellen; Animationen und Dynamik im Bildaufbau erleichtern es, die Aufmerksamkeit des Auditoriums zu lenken. Die anwenderfreundliche Bedienung: PowerPoint ist in kurzer Zeit zu erlernen; Charts können rasch erstellt, sortiert und verändert werden; die eigentliche Präsentation auf "Knopfdruck" ist relativ einfach. Der umfassende Datentausch: Texte, Grafiken und andere multimediale Informationen lassen sich in den gängigen Standardformaten einlesen. Kompatibilität mit anderen Programmen ist gegeben. Add-Ins für 3D-Rotationen, animierte Templates und andere Serviceleistungen sind auf der Microsoft-Webseite für registrierte Kunden verfügbar (www.microsoft.com). Internet-Links Präsentationssoftware Powerpoint www.microsoft.com Multimediale Autorensysteme Mediator www.matchware.net Andere Software-Pakete (siehe Kasten) werden - oft ergänzend zu PowerPoint - für spezielle Funktionen, Inhalte und multimediale Spezialeffekte eingesetzt. So bietet das in den USA weit verbreitete Astound etwa die Möglichkeit, dynamisches HTML zu exportieren. Autorensysteme wie Macromedia Director oder Mediator erlauben es, mit einer Zeitlinie (timeline) die Objekte einer Seite zeitlich genau zu positionieren oder die Dauer von Eingabe- und Ausgabeeffekten bis auf die Sekunde genau festzulegen. Gleichförmige und ermüdende Computerpräsentationen haben in der Regel weniger mit dem Leistungsspektrum der eingesetzten Software zu tun als mit der Unfähigkeit der Anwender, "hirngerechte" und ästhetisch gefällige Präsentationen zu erstellen und durchzuführen. Zwei Beispiele: Die Präsentationsvorlagen der PowerPoint-Software wirken sehr unruhig und können von der eigentlichen Botschaft ablenken. Auch die Nutzung der meisten Cliparts ist problematisch, weil die Motive stark amerikanisiert sind und die x-fache Anwendung derselben Clips a priori negativ beim Zuhörer ankommt. (Der Beitrag "International Präsentieren" zeigt, wie Sie die Klippen bei Computerpräsentationen umschiffen können).
Gegenstand der folgenden vier Schritte kann die Präsentationstechnik eines Teams, eines Bereiches oder des gesamten Unternehmens sein. Die Abbildung "Ansatzpunkte zur Qualitätsoptimierung von Präsentationen" kann dabei als Raster dienen.
4. Durchsetzung der Strategie Die Realisierung einer zukunftsgerichteten Präsentationskultur hat die größte Erfolgsaussicht, wenn unterstützende Seminare und Coachings für alle Betroffenen in Verbindung mit netzgestützten Lernformen durchgeführt werden. Ein Top-Down-Modell, das alle Führungsebenen umgreift, bietet die beste Gewähr für eine nachhaltige Verbesserung der Präsentationskultur. Dabei kommt es der Motivation und dem Transfereffekt zugute, wenn im Team gelernt und geübt wird. Das Teamtraining bietet nämlich neben individueller Verhaltensförderung die Chancen, - Problembewußtsein für innovative Präsentationstechniken
zu Ein digitales "Informations- und Lernwerkzeug" zum Know-How professioneller Präsentationstechnik kann ergänzend auf CD-Rom oder auf dem Server bereitgestellt werden, um den Transfer des im Seminar Vermittelten zu unterstützen und dem Vergessen entgegenzuwirken. Als Selbstlernprogramm konzipiert hilft es auch denjenigen, die noch nicht Gelegenheit hatten, an Seminaren teilzunehmen. Im Interesse eines optimalen Anwendernutzens sollte ein solches Werkzeug alle erfolgswichtigen Bereiche des Präsentierens umfassen und in regelmäßigen Intervallen fortgeschrieben und aktualisiert werden. Präsentationsmedien sind Hilfsmittel |
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